Bei Farbe berührt wartet mehr als Kunst. Wir legen einen Schatz aus Erzählungen zu jedem Werk. Malerei, Fotografien und Keramiken haben eine Stimme. Texte, hier im Internet. QR-Codes verbinden das Sichtbare mit dem Unsichtbaren. Sie lösen Bilder aus der Stille. Sie geben Raum für Gefühl.
QR-Codes sind die Wegweiser. Mit dem Smartphone öffnen sie Türen zu Geschichten, die sich im Kopf entfalten. Dann beginnt ein Dialog zwischen dem Werk und dir. Du siehst Farbe nicht nur. Du spürst sie. Du hörst sie. Du folgst ihren Pfaden im eigenen Inneren. Diese Texte sind wie Echos. Sie nehmen dich mit auf die Reise durch Sehnsucht, Licht, Erinnerung und Raum.

In der Vorbereitung lernen wir gerade,, dass die perfekte Ausstellung ein bisschen wie ein gutes Schachspiel ist: strategisch, überraschend und voller Möglichkeiten. Nur dass hier nicht Figuren bewegt werden, sondern Wahrnehmung, Erinnerung und Stimmung. Ein gelbes Quadrat kann melancholisch wirken. Ein rotes Wort kann Freude auslösen. Und manchmal passiert beides gleichzeitig, und man schaut irritiert, weil man gerade merkt, dass man selbst Teil des Experiments ist.
Dazu kommt die subtile Freude, mit der wir proben, verschieben und neu denken: Die Texte passen nicht immer auf die Bilder. Die Farben wehren sich gegen die Worte. Wir lachen, korrigieren, staunen. Alles fließt. Alles bleibt leicht auf der Kante zwischen Absicht und Zufall.
Am Ende hoffen wir, dass Farbe berührt nicht nur eine Ausstellung ist, sondern ein Erlebnis, das Farbdenken aufweckt. Wir präsentieren keine Antworten, wir präsentieren die Möglichkeit, dass Besucher selbst zu Denkern werden. Und wenn dabei ein bisschen Humor, ein bisschen Staunen und ein leichter Zweifel an der eigenen Wahrnehmung entsteht, dann wissen wir, dass wir genau richtig gearbeitet haben.
Neugierig geworden? Begib dich auf unsere Spuren. Scanne einen Code. Lausche einer Stimme. Lasse dich tragen von einem Hör-Bild oder einer Hör-Keramik. Mache dir ein eigenes Bild. Vielleicht findest du sogar deine Geschichte darin.
Gesprochen werden die Texte von Freunden, Nachbarn, Schauspielern. Menschen, die uns dabei helfen diese Ausstellung auf die Beine zu stellen. Die Aufnahmen entstehen nicht in einem professionellen Tonstudio. Jede Sprecherin und jeder Sprecher hat beherzt in sein Handy gesprochen und uns die jeweilige Datei zur Verfügung gestellt. Wir suchen dabei keine Perfektion. Wir suchen Emotionen.
Und natürlich zeigen wir hier im Netz nicht alles, ist ja klar, aber Im Untermenü in dieser Rubrik kannst du schon jetzt einige Werke betrachten und vor allen Dingen den Geschichten, die dazugehören, lauschen.
Kleine Geschichten (zum Lesen) rund um die Ausstellung gibt es auch im Blog.
