Das Ausstellungskonzept FARBE BERÜHRT verbindet visuelle Kunst mit literarischen Hörbildern, Musik und tastbarer Keramik. Blinde, sehbehinderte und sehende Menschen können denselben Werken auf unterschiedlichen Wegen begegnen und ihre Wahrnehmungen miteinander teilen.
Ausgewählte Fotografien und Malereien werden von Geschichten begleitet. Man kann sie lesen oder sich vorlesen lassen, denn ein Bild verschwindet ja nicht, nur weil jemand es nicht oder nur schwer sehen kann. Es braucht eben einen anderen Weg dorthin.
Unsere Geschichten versuchen gar nicht erst, ein Bild Wort für Wort nachzubauen. Sie erzählen etwas Eigenes. Etwas, das aus dem Bild entstanden ist und wieder zu ihm zurückführt. Wer sehen kann, bekommt dadurch vielleicht einen zweiten Blick. Wer wenig oder gar nichts sieht, kann sich sein eigenes Bild machen.
Bei der Keramik wird es noch einfacher. Die darf man anfassen.
Und weil wir inzwischen Gefallen an diesen verschiedenen Wegen gefunden haben, kamen irgendwann auch noch Geräusche und Musik dazu.
Man kann also schauen. Lesen. Hören. Anfassen.
Mit der Nachhaltigkeit ging es uns ähnlich. Selbstverständlich verwenden wir vieles wieder. Alte Rahmen und Papiere, Verpackungen und Filzreste, Farbreste und Ton. Scheinbarer Müll wird bei uns zum Hauptdarsteller so mancher Werke. Auch alte Ideen verwenden wir. Wir arbeiten schon immer so.
Damit hatten zwei Dinge, über die wir vorher kaum gesprochen hatten, ziemlich große Namen:
Inklusion und Nachhaltigkeit.

