Inklusion & Nachhaltigkeit

Das Besondere an Farbe berührt ist nicht die Inklusion. Sondern dass sie kein Thema ist.

Weder Programmpunkt.
Noch Banner.
Und schon gar kein Stolperstein aus Absicht.

Kunst soll nicht übersetzt werden in Mitleid oder Anerkennung. Sie muss erlebt werden.
Von Jedem. Menschen mit Beeinträchtigung sind bei uns nicht „eingeladen“, sie sind einfach da.
Wie alle. Sie brauchen keinen besonderen Platz. Der Platz ist längst ihrer.

Diese Selbstverständlichkeit ist radikal. Weil sie leise ist. Wir wollen Kunst nicht in ein soziales Projekt verwandeln, sondern im Gegenteil: das Soziale in der Kunst verankern.

IN
KLU
SION

beginnt bei uns mit einer einfachen Frage: Wie kann Kunst so gestaltet werden, dass sie alle Menschen erreicht – unabhängig von ihren sensorischen oder einschränkenden Möglichkeiten?

Wir glauben nämlich, dass Kunst mehr sein kann als ein Bild an der Wand. Und darum lassen wir die Ausstellung auch nicht an der Wand enden. Unsere Ausstellung folgt einem Gedanken, der so alt ist wie die erste Geschichte am Feuer:

Manchmal reicht ein Satz, und vor dem inneren Auge steht eine Landschaft.

Zu jedem Werk wird es deshalb Worte geben. QR-Codes führen auf Texte der Künstler selbst. Narrative Fäden, die sich zwischen den Bildern spannen. Keine Gebrauchsanweisungen, sondern Flüstertüren. Man kann hindurchgehen oder nicht.

Nachhaltigkeit wird ebenfalls neu gedacht. Es geht nicht allein um Materialien und Produktionsweisen, sondern auch um Dauer: um Werke, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir setzen auf ressourcenschonende Prozesse, aber auch auf eine ästhetische Sprache, die Zeit überdauern soll. Bilder, die nicht verbraucht, sondern weitergetragen werden.

Farbe berührt ist ein Experiment, das fragt, wie Kunst zugleich sinnlich, verantwortungsvoll und zugänglich sein kann. Und das Publikum wird eingeladen, Teil dieser Suche zu werden.


Aus diesem Grund beginnen wir hier im Internet, schon lange vor der eigentlichen Ausstellung mit einer Darstellung unseres Weges.