Auf dem Tisch sind alte Acrylreste. Haut. Kruste. Farbe, die bestenfalls abgekratzt und weggeworfen wird. Roswitha sieht da noch Potential. Sie hebt sie an, prüft ihr Gewicht, hört kurz hin. Dann beginnt das Farbabenteuer:





Ein leiser Eingriff. Nur ein alter Spachtel. Die Farbreste geben nach. Zögernd zuerst. Dann geschmeidig. Sie werden weich, biegsam, elastisch. Roswitha arbeitet behutsam. Sie arrangiert und legt frei.
Die Partikel lösen sich von den Oberflächen, an denen sie haften. Sie tragen Spuren in sich. Risse. Schichten. Staub von Räumen mit früherem Licht. All das bleibt. Den Trick verraten wir nicht. Wegen seiner Schlichtheit.
Vielleicht besteht er aus Geduld. Aber egal, was es auch sei. Roswitha nennt das ganz einfach Transformation.
Oder sagt gar nichts.
